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8. Januar 2009

Heiss und trocken

Gespeichert unter: Weltreise 2009 — carsten_block @ 14:11

An alle Jacken-, Muetzen und Handschuhtrager,

waehrend ihr in Deutschland bei bis zu -20 Grad (wie ich aus gutinformierten Kreisen erfahren habe) froestelt, herrscht hier das genaue Gegenteil. Waehrend es nachts auf ca. 25 Grad abkuehlt wird es tagsueber ca. 32 Grad heiss, allerdings nicht wie ich es erwartet hatte feuchte Waerme, sondern staubtrocken. Ich dachte ausserhalb der Regenzeit wuerde es hier nur wenig regnen, stattdessen trocknet die Landschaft bis auf die bewaesserten Teile komplett aus und besonders leid koennen einem die Rinder tun, die am Strassenrand grasen. Die sind so Mager wie man das manchmal aus den Fernsehbildern bei Duerren in Afrika kennt.

Die letzten beiden Tage waren recht unspektakulaer. Gestern (7. Januar) bin ich 75km von Ayuttayah nach Sing Buri gefahren und war in dieser Kleinstadt die einzige Langnase. Heute bin ich dann 100 km bis in die schoene Stadt Nakhon Sawan geradelt, hier gibt es mitten in der Stadt einen See mit einem Park drumrum, in dem ich das erste Mal sportlich aktive Thailaender gesehen habe. Vor allem aeltere Damen sind in Zweiergruppen in vollem Sportlerdress spazieren gegangen. Die Bewohner werden freundlicher, waehrend ich am ersten Tag noch vor allem von streunenden Hunden gejagt wurde, haben mir heute viele Thais den erhobenen Daumen gezeigt und sich ueber einen vorbeiradelnden Bekloptten gefreut. Hilfsbereit sind die Leute auch, heute habe ich mich beim Kaffee mit einem Thailaender unterhalte, der perfekt Englisch sprach, weil er in Boston zur High School gegangen ist. Der konnte mir im total unuebersichtlichen Nakhon Sawan den Weg zum Hotel zeigen.

Apropos Hotel. Gestern habe ich gelernt, dass man sich die Zimmer immer vorher zeigen lassen sollte. In Sing Buri war ich zunaechst in einem Hotel, in dem das Zimmer 150 baht (ca. 3 Euro) kosten sollte. Das war dann ein insektenvereuchtes Loch ohne Fenster mit einer Europalette als Bett und einer voellig verranzten Matraze (wenn man das noch so nennen mag). Sicherlich werde ich in so einem Etablissement frueher oder spaeter auch mal unterkommen muessen wenn es nicht anders geht, aber ein paar Haeuser weiter habe ich dann ein Hotel fuer 400 Baht gefunden, das mindestens 10 mal sauberer war. Ausserdem gibt es einen Unterschied zwischen einfach und dreckig und wie ich aus Erfahrung weiss, koennen Hotels auch in aermeren Landern sauber sein.

Mein koerperlicher Zustand ist gut, allerdings kann ich den Ruhetag am Sonntag gut gebrauchen. Mein einziges Problem ist, dass ich aufgrund der Hitze keinen Hunger habe und mich zum Essen geradezu zwingen muss. Fuer viele die mich kennen wird das kaum zu glauben sein, aber es ist wirklich wahr.

So, jetzt lauft die Zeit fuers Internet ab, also bis bald.

Carsten

6. Januar 2009

Enlich losgefahren

Gespeichert unter: Weltreise 2009 — carsten_block @ 08:06

Liebe Freunde, Interessierte, Daheimgebliebene oder sonstige Randgruppen. Nach zwei Tagen in der wie ich finde zu chaotischen Metropole Bangkok bin ich nun im ersten Tagesziel Ayauttayah, der alten Kaiserstadt 90 km noerdlich von Bangkok angekommen. Die zwei Tage in Bangkok habe ich mit akklimatisieren und ein wenig Sightseeing verbracht. Allerdings war mir Bangkok doch zu laut und nervig. Das ist auch der Grund, weshalb ich heute morgen bereits um 6:00 Uhr gestartet bin, da ich dachte, so dem Verkehr etwas zu entgehen. Das war leider eine Fehleinschaetzung. Die ersten 50km waren eine einzige Verkehrshoelle. Die Leute scheinen alle um 6:00 Uhr loszufahren, um zunaechst ihre Kinder zur Schule zu bringen (was zu mehreren km Stau vor jeder Schule fuehrt), um dann auf dem Weg zur Arbeit wieder ewig im Stau zu stehen. Erst nach und nach wurde es etwas ruhiger, da stoerte es dann auch nicht, dass ich heute praktisch den ganzen Tag auf Autobahnen unterwegs war, da es rund um Bangkok gar keine andere Strassenform mehr zu geben scheint. An den Linksverkehr hae ich mich schnell gewoehnt, nur die Hitze macht mir noch zu schaffen, es sind 30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit. Doch Richtung Norden wird es tendenziell kuehler. Morgen geht es nach Singburi (ca. 75 km) und am Donnerstag nach Nakhon Sawa (ca. 100km). Dort hoffe ich etwas mehr von der Landschaft zu sehen. Da es keine topographischen Hindernisse gibt, werden diese Etappen glaube ich unproblematisch. Das Material (Rad, Ausruestung) ist perfekt, allerdings habe ich wahrscheinlich viel zu viel mit. Aber ich kann ja immer noch etwas nach Hause schicken.

Also bis bald, Euer Carsten

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